Auszeit wegen Corona-Virus

Seit Mitte März 2020 ist es ernst geworden in Deutschland. Aus einzelnen Infizierten ist jetzt eine Pandemie geworden. Aus Normalität ist stellenweise Panik geworden.

Wir haben es selbst verschuldet. Wir haben zu spät auf die Nachrichten aus China und Italien reagiert. Wir haben versucht, die Normalität beizubehalten. Ein Versuch war es wert, aber es scheiterte an Einzelpersonen, an der Individualität.

https://www.trend.at/branchen/gesundheit-medizin-pharma/coronavirus-so-sie-fragen-antworten-11360297

Es reicht nicht aus, Discos und Bars zu schließen, wenn im Keller weitergefeiert wird (auf engstem Raum). Die Jugend sieht die Pandemie zu locker. Es gibt sogar eine Corona-Challenge, was für ein Untergang der Vernunft. Die ältere Generation, die schon oft allein ist (wegen zu wenig Kontakten) muss die vorhandenen sozialen Kontakte noch mehr einschränken aber am Beispiel meiner Eltern kann man sehen, dass der Geburtstag trotzdem gefeiert werden muss (auf engstem Raum). Es gäbe noch mehr Beispiele zu nennen, aber es führt zu keinem Umdenken. Italien und gestern auch Frankreich haben eine Ausgangssperre verhängt. Ich finde, es dauert nicht lang, dann kommt es in Deutschland auch dazu – da auf die Maßnahmen der Regierung nicht gehört wird, weil viele Personen auf ihre Individualität pochen. Deswegen Ausgangssperre. Hinzu kommt noch, dass noch kein Impfstoff gefunden wurde. So kann die Pandemie noch lange anhalten.

Bei uns vor Ort wurden die Schule und das DGH geschlossen. Veranstaltungen (wie Jungschar) und alle Gottesdienste (Kirche, FeG, FCG) wurden ausgesetzt, unsere CVJM-Jahreshauptversammlung wurde verschoben und was ich schade finde, die Spielplätze wurden dicht gemacht und Verbote ausgesprochen. Ich bin froh über das aktuell schöne Wetter. Die Kinder machen vormittags ihre Schulaufgaben und nachmittags wird etwas unternommen oder gespielt oder einfach an der frischen Luft sein. Natürlich wünsche ich mir, dass der Spielplatz offen ist, aber hier geht es um mehr. Hier geht es um uns alle und nicht um den Einzelnen. So füge ich mich den Anordnungen und bin sehr froh, dass ich auf dem Dorf lebe, wo ich noch rausgehen kann, sei es in den Garten oder in den Wald oder einfach unsere Runde ums Dorf laufe. Es könnte schlimmer sein.

Unsere Kinder haben die Tage Geburtstag. Die Feiern wurden verschoben und die Zwei verstehen das auch. Wir verzichten auf Besuch und stellen uns quasi in Selbst- Quarantäne. So hoffen wir, dass wir nicht krank werden. Vor allem ich, der eine Risikoperson ist, da ich chronisch krank bin / eine Lebererkrankung habe / Diabetiker bin, muss besonders aufpassen. Die Tage habe ich Urlaub, aber bald geht es wieder auf Arbeit. So habe ich mit meinem Hausarzt telefoniert und er meinte, dass ich auf soziale Kontakte verzichten soll und mein Arbeitgeber mir Alternativen anbieten soll. Wenn das nicht möglich ist, dann werde ich krankgeschrieben. Ich bin gespannt, was das Fazit aus dem Gespräch, mit der Leitung, ist. So kann ich nur appellieren, dass man die Hygienehinweise regelmäßig (!) beachtet, dass man mit Vernunft einkauft, dass man soziale Kontakte herunterfährt und dass man nicht egoistisch ist und an alle Menschen denkt. Wenn wir zusammen aufeinander achten, dann schaffen wir diese Corona-Pandemie.

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