Corona Update 13

Was für ein Durcheinander. Da sich die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten nicht einig wurden, wurde beschlossen, dass die Bundesländer die Maßnahmen gegen Covid-19 selbst regeln sollen. Diese wiederum haben dann entschieden, dass die einzelnen Landkreise entscheiden sollen, was es für Maßnahmen geben soll. So entscheidet jeder Landkreis selbst was es für Lockerungen gibt bzw. was gegen ein neues Ausbrechen von Covid-19 getan werden soll.

Am 11. Mai 2020 veröffentliche die Bundesregierung (https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198): Bundesweit gilt: Erweiterte Kontaktbeschränkungen, Hygiene- und Abstandsregeln bleiben bestehen. Geschäfte dürfen wieder öffnen – unabhängig von der Verkaufsfläche. Großveranstaltungen sind bis zum 31. August verboten.

Über die schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebens entscheiden die Bundesländer in eigener Verantwortung. Sie berücksichtigen dabei auch die regionale Entwicklung der Covid-19-Infektionszahlen.

In NRW z.B. ist es ab dem 30. Mai 2020 erlaubt:

  • den Kontaktsport im Freien mit bis zu 10 Personen.
  • Zusammenkünfte von bis zu 10 Personen

In Hessen gilt seit dem 25. Mai 2020:

  • Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, gemeinsam mit einer weiteren Person oder mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet.
  • Die Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen darf nicht über 100 Personen sein. Hinzu kommen noch ein Hygienekonzept bzw. bestimmte Hygieneregeln.

In Sachsen gilt seit dem 15. Mai 2020 bis 05. Juni 2020:

  • Sie dürfen sich mit ihrem eigenen Hausstand sowie mit ihrer Partnerin/ihrem Partner treffen und mit diesen Personen auch Familienfeiern veranstalten. Zusätzlich darf Sie ein weiterer Hausstand besuchen.  
  • Neu sind auch Zusammenkünfte von Schulkindern in der eigenen Wohnung mit bis zu drei weiteren Klassenkameraden, um gemeinsam lernen zu können.
  • Gottesdienste, Beerdigungen, Trauerfeiern und Trauungen sind bei Einhaltung der Abstandsregeln gestattet. Alle diese Veranstaltungen dürfen stattfinden. Für die Teilnahme an Trauungen (standesamtliche oder kirchliche Trauungen) und allen anderen genannten Veranstaltungen gelten keine grundsätzlichen Beschränkungen hinsichtlich der Teilnehmerzahl.

Man kann anhand dieser drei Bundesländer erkennen, was es für einen Flickenteppich gibt bei den Lockerungsmaßnahmen. Gutes Beispiel ist, wie viele Personen sich im öffentlichen Raum treffen können oder Sportveranstaltungen.

Es gibt auch Veranstaltungen in meinen Augen, die aufgelöst werden müssen. Dazu zähle ich Demonstrationen (gegen Corona-Maßnahmen, vom 16.05.2020 in München, Stuttgart und Berlin). Zum einen kamen zu viele Menschen und die Abstandsregelungen wurden nicht eingehalten. Aktuelles Beispiel war vergangenes Wochenende (31.05.) in Berlin, wo es eine Rave-Demo per Schlauchboot, auf dem Landwehrkanal gab. Es trafen sich ca. 3000 Teilnehmer, die keinen Abstand und keinen Mundschutz trugen (https://www.tagesspiegel.de/berlin/kritik-nach-demo-rave-in-kreuzberg-teilnehmer-von-bootsdemo-sollen-soziale-kontakte-minimieren/25879754.html).

Quelle: derbund.ch

Wo bleibt da der gesunde Menschenverstand? Wo ist die Solidarität geblieben, die es während der Pandemie gab? Denken jetzt wieder viele nur an sich selbst? Wie viele Menschen hören auf sogenannte Verschwörungstheoretiker? 

Wichtig ist doch, dass wir auf den Abstand achten, dass wir Hygienemaßnahmen einhalten und den Gesichtsschutz dort tragen wo er angebracht ist. Ich gehe seit dem 26. Mai 2020 wieder arbeiten und versuche auf Abstand zu achten und mich und Oberflächen regelmäßig zu desinfizieren. Ich muss mich da immer wieder selbst disziplinieren und auf Maßnahmen hinweisen. Man merkt aber den Jugendlichen an, dass sie gefrustet sind auf die ganzen Maßnahmen und Einschränkungen. Ich wünsche mir, dass wir nicht das ICH in den Vordergrund stellen, sondern das WIR und das die Maßnahmen ihre Berechtigungen haben. Ich kann nur immer wieder sagen: „Es gibt keinen Impfschutz gegen Covid-19 und das Virus ist intelligent (im Gegensatz zum Grippe-Virus).

Dann gibt es ja noch die verschiedenen WhatsApp Gruppen, wo dieses Thema ganz oben steht. Oder wie man umgeht mit Lockerungen aber trotzdem sich an Maßnahmen halten muss. So gibt es in der FCG Steffenberg weiterhin nur Online-Gottesdienste. Bei der Ev. Kirche gibt es Open-Air-Gottesdienste (wo ich dran teilgenommen hatte und es mir sehr gut getan hat) oder es gibt Autokino-Gottesdienste. Einen haben wir als Familie sogar besucht. Das erste Mal im Autokino! Wir waren vor zwei Wochen (24.05.) zu solch einem Godi in Gießen, wo als Spezial-Gast Samuel Harfst interviewt wurde und 2 Lieder gespielt hatte. Das war sehr schön.

Der SVO hat sein Inliner-Training wieder aufgenommen, unter bestimmten Maßnahmen. So gibt es eine Teilnehmerbegrenzung, man muss Maske tragen und man bekommt eine „Box“ zugewiesen, wo man als Elternteil die ganze zeit drin bleiben muss. Aber dafür dürfen die Kinder trainieren und wir Eltern sagen trotzdem Danke für diese Möglichkeit.

In einer WhatsApp Gruppe der Grundschule wird sehr „heiß“ diskutiert über die aktuelle Maskenpflicht in der Pause. Sogar beim Fußball spielen müssen die Schüler eine Gesichtsmaske tragen. Im Unterricht brauchen sie keine Maske. Da regt sich Widerstand bei den Eltern. Ich finde, wo der Abstand nicht eingehalten werden kann, muss Maske getragen werden. In Breidenbach ist es (in meinen Augen) noch krasser. Wenn dort Hofpause ist, dann darf nicht Fußball gespielt werden und die Kinder haben ihr eigenes Quadrat, wo sie sich drin aufhalten können – dafür müssen sie keine Maske tragen. Hm, was ist jetzt besser? Spielen mit Maske oder Raumbegrenzung ohne Maske? Jede Schule im Landkreis kann es selbst entscheiden.

Die Aufnahme stammt aus einer Fotoserie des französischen Journalisten Lionel Top. Diese hat er am 12. Mai 2020 auf Twitter hochgeladen. Es zeigt Kinder einer französischen Schule, die in Zeiten der Pandemie, die Pause auf dem Schulhof verbringen.

Da es keine wirklichen Erfahrungen aus der Vergangenheit gibt, wie man Covid-19 bekämpfen kann, sollten wir alle vorsichtig sein und den Maßnahmen des Bundes und Länder und Landkreisen folgen. Es ist eine Art Seifenblase. Wenn eine Maßnahme positive Wirkungen zeigt, dann sind wir geschützt. Wenn es aber einen Lockdown gibt und z.B. der R-Faktor wieder steigt (am 01.06. auf 1,2) dann sind wir nicht geschützt und die Seifenblase platzt. Dann kommt es wieder zu Ausbrüchen von Infektionsherden (wie z.B. bei der Baptistengemeinde in Frankfurt, wo sich ca. 40 Personen infiziert hatten [Stand: 23.05.] und die Zahl stiegt dann auf über 200 Menschen aus dessen Umfeld [Stand: 28.05.]; https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-am-main-ort28687/frankfurt-corona-coronavirus-infektionen-baptisten-gottesdienst-covid-19-krankenhaus-zr-13773287.html). Dann muss es auch Gegenmaßnahmen geben, die die Pandemie wieder eindämmt.

Es gibt kein „weiter so“. Es gibt ein: zu Hause bleiben / Abstand halten / Hygiene beachten / Kontakte minimieren / zusammenhalten.

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