Corona Update 15

Es ist Anfang Dezember und die Lage der Covid-19-Infektionen sieht nicht gut aus. Österreich und Frankreich haben es vorgemacht. Sie haben einen harten Lockdown für paar Wochen ausgerufen und jetzt sind die Zahlen in diesen Ländern wieder human, dass man Lockerungen angeordnet hat. Doch Deutschland tut sich damit sehr schwer. Es gibt nur einen „Lockdown light“. Und was hat es bis jetzt gebracht … nichts. Die Zahlen steigen zwar nicht mehr so rasant an, aber sie steigen. Also muss ein andres Mittel her, damit die Zahlen zu den Ferien, Weihnachten und Silvester nicht weiter explodieren. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die Deutschen so vernünftig sind und zu Hause bleiben, anstatt zu ihren Familien zu fahren.

Bei uns gibt es wegen Weihnachten sehr viele Fragezeichen. Zum einen wollen wir sehr gern nach Görlitz fahren, doch die 7-Tage-Inzidenz liegt bei ca. 450. Und das ist erschreckend hoch. In unserem Landkreis Marburg-Biedenkopf ist die Inzidenz aktuell bei 120. Der Grenzwert liegt bei 50. Alles darüber ist kritisch und verlangt Maßnahmen.

So schauen wir täglich auf die Zahlen und hoffen, dass sie zurückgehen. Denn ich als Risikoperson werde  nicht in die alte Heimat fahren, wenn die Zahlen so hoch bleiben. Ich kann ja auch nicht auf der einen Seite verlangen, dass die Mitmenschen vernünftig sind und zu Hause bleiben und ich dann selbst verreise. So bleibt es bis zu den Ferien (18.12.) spannend.

Ich persönlich bin zwar vorsichtig, aber ich merke, dass ich nicht so vorsichtig bin wie April/Mai. Ich gehe ganz normal zur Arbeit. Ich versuche viel zu desinfizieren, wie Schreibtisch, Tastatur, Stühle und Türklinken, aber ob das reicht? Einkaufen gehe ich auch, klar mit Maske und Abstand. Das funktioniert gut und die Mitmenschen sind auch vorsichtig. Ansonsten haben wir privat viele reduziert. Die Kinder können Freunde nicht treffen, vieles läuft (wieder) über ZOOM. Sei es der Sport bei den Kids oder CVJM oder Jungschar oder Kleingruppen. Was man kreativ anders lösen kann, das versucht man umzusetzen. Mit Freunden spielen wir Skat. Das hatte sich bei der Gemeindefreizeit ergeben. Da es mit Treffen schwierig ist, spielen wir online zusammen Skat. Und es funktioniert gut. Besser als wenn man gar keinen Kontakt hat.

Es gibt wieder einen Adventskalender, wie letztes Jahr – organisiert von meiner Frau. Das finde ich immer toll, was da so gebastelt wurde. Es gibt im Dorf einen „Fenster-Adventskalender“ – tolle Idee. Da der Adventskranz & Waldweihnacht ausfallen, verschenkt der CVJM jeden Adventssonntag vollgepackte Tütchen mit tollen Sachen (an Leinen bei den beiden Kirchen). Dies wird auch sehr gut angenommen. Und das Dekanat macht jeden Tag auf YouTube paar Minuten Besinnung. In der FCG gibt es jeden Sonntag drei Gottesdienste, mit entsprechenden Einschränkungen aber der Godi kann stattfinden. Ich schaue mir den Godi dann nachträglich im Internet an. Und ich erfreue mich an den vielen Herrnhuter Sternen, die bei uns zu Hause hängen und die Räucherhäuschen werden auch gut benutzt.

So macht man das Beste aus der Situation und es funktioniert. Man genießt den Advent mal auf eine andere Art und Weise und ich finde, dass die aktuelle Lage alles ein wenig entschleunigt. Man muss nicht auf den Weihnachtsmarkt oder jedem Event folgen. Die Adventszeit ist die Zeit des Wartens. Es geht nicht um Geschenke oder die beste Festbeleuchtung. Es geht um die innere Einstellung zu Weihnachten und dem Konsum. Wir feiern Weihnachten wegen der Geburt Jesu und nicht wegen der Geschenke. Das größte Geschenk was wir aktuell brauchen ist Gesundheit und Hoffnung und Geduld.

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